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Wenn man nicht gerade in ein zwei- bis dreiwöchiges großes Zeltlager geht, wird man
kaum Hammer, Nägel und Zange mit ins Lager schleppen. Und auch dort wird man bemüht
sein, echte Waldläuferkunst zu zeigen. Aber wie alle die schönen Lagergeräte und
-bauten schaffen? Mit Tauwerk!
Wenn man Tauwerk benutzt, kommst man ohne Knoten nicht aus, denn wie wollte man wohl ein
Ende befestigen oder zwei Enden miteinander verbinden? Es wird auch schnell klar werden,
dass man für unterschiedliches Tauwerk und unterschiedliche Zwecke verschiedene Knoten
brauch.
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Der Diagonalbund wird angelegt, wenn zwei Stangen im spitzen Winkel
(etwa 45°, gemessen am kleineren Winkel) verbunden werden sollen.
Beginne mit einem Zimmermannsschlag diagonal über beide Stangen und wickle dreimal dicht
bei dicht über den stumpfen Winkel, dann dreimal über den spitzen Winkel. Nach zwei
kräftig festgezogenen Knebelgängen erfolgt der Abschluss mit einem Zimmermannsschlag.
Bei sehr spitzwinkligen Verbindungen kannst du auch den Parallelbund anlegen: nach dem
Zimmermannsschlag sieben Wicklungen über den stumpfen Winkel, zwei Knebelgänge,
Zimmermannsschlag - fertig!
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Am meisten wirst du im Lager den Kreuzbund benutzen, nämlich
immer dann, wenn zwei Stangen im rechten Winkel verbunden werden sollen.
Du beginnst immer am senkrechten Holz unter dem Querholz und wik-keslt dann
sauber und gleichmäßig, wobei du darauf achtest, dass die Wicklungen am Querholz
sich nach außen fortsetzen, während sie am "Langholz" innen, also zur Mitte
der Kreuzung, verlaufen. Aber das ergibt sich bei sorgfältiger Bindung dicht
an dicht eigentlich von selbst.
Nach drei Wicklungen folgen zwei Knebelgänge, die du sehr fest anziehen musst, bevor du
als Abschluss wieder einen Mastwurf am Querholz anlegst.
Alle anderen Bünde sind keine Schwierigkeit mehr, wenn du den Kreuzbund kannst.
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Mit dem Parallelbund werden zwei Stangen parallel miteinander
verbunden.
Beginne mit einem Zimmermannsschlag und wickle um beide Stangen dicht an dicht siebenmal
und lege an das Ende einen Mastwurf.
Ein leichtgängiges Scharnier erhältst du, wenn du statt der glatten Parallelwicklung
eine Achterwicklung vornimmst, die du dann wieder mit zwei Knebelgängen befestigst.
Achterwicklungen werden beim Bau von Zwei- und Dreibeinen immer angewendet.
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Es wäre Zeit- und Bandverschwendung, wolltest du beim Bau eines Tisches, einer Ablage
oder eines Steges die einzelnen Stangen der Roste jeweils mit einem Kreuzbund befestigen.
Hier beginnst du mit einem Mastwurf am Träger, fährst über den ersten Stab, unter dem
Träger durch über den zweiten Stab und so weiter. Am Ende wieder ein Mastwurf.
Für alle Bünde gilt übrigens: je kräftiger du ziehst und wickelst, desto mehr Halt hat
der Bund.
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